30.12. Abschied aus Tokyo und Weihnachten in Osaka

Hallo,
ich hoffe, ihr hattet alle schoene Weihnachten!!!!?
Dann will ich meinen Blog nochmals aktualisieren und erzaehlen, wie es mir so die letzten Tage ergangen ist!

Am Sonntag den 21.12. war dann leider der Abschied von Tokyo.

Naomi hatte zwischenzeitlich alle ihre Sachen gepackt, die mit nach Deutschland sollen, und von einem Gepaeckservice abholen lassen. Sie werden verschifft und kommen dann irgendwann im Januar in Hamburg an.
Die restlichen Dinge, wie Moebel oder Elektrogeraete (Waschmaschine oder Kuehlschrank) schenkten wir Naomis Onkel und Tante, die sie fuer ihre Kinder verwenden koennen, denn dort steht wohl auch bald ein Auszug an!
Somit putzten wir nur das Haus etwas und machten dann die problemlose Schluesseluebergabe.
Dann hatten wir noch ein letztes mal "Running-Sushi" zum Mittag!
Netterweise brachten sie uns sogar noch zum Tokyo-Hauptbahnhof, zum Shinkansen, und dann ging es in 3 Stunden nach Kyoto!
Ja, meine letzten 2 Wochen verbringe ich mit Naomis Familie in ihrem Elternhaus in Osaka.
Dazu koennte man auch nochmal meinen Blogeintrag vom 18.08. lesen!!!
Mit Osaka gibt es eine Staedtepartnerschaft mit Hamburg und in Osaka gibt es auch ein deutsches Konsulat.
Es gibt also eine gute Beziehung zu Deutschland und deswegen gibt es in Osaka auch den "Osaka Weihnachtsmarkt"!!!
Cool oder?
Da mussten wir natuerlich auch hingehen, denn die vorweihnachtlichen Weihnachtsmaerkte fehlten uns sehr!
Mit Naomis Mama hatten wir dort eine Menge Spass.
Es waren eine ganze Menge Buden, zum Teil auch mit deutschem Personal, aufgebaut. Ich war ganz erstaunt.
Man konnte Weihnachtskarussel fahren oder jede Menge Weihnachtskunstwerk kaufen.
Wir haben eine Thueringer Bratwurst und Schmalzgebaeck gegessen. Danach dann noch einen Gluehwein getrunken und gebrannte Mandeln gegessen.
Es war auch knackig kalt dazu.
Wunderbar, es war wie auf dem Weihnachtsmarkt in Deutschland!

Dann kam der Heiligabend.
Wie ihr euch sicherlich denken koennt, gibt es in Japan nur wenige Christen und deswegen spielt Weihnachten nur eine Rolle fuer den Kommerz, also den Verkauf von Weinachtsdeko-artikeln, Weihnachtstorten und Weihnachtshaehnchen, als besonderes Weihnachtsessen. Torte und Haehnchen sind ein echt grosses Geschaeft, was man schon Wochen vorher vorbestellen muss.
Warum es Weihnachten gibt, wissen die meissten nicht und auch der Staat nimmt natuerlich keine Ruecksicht darauf.
Es gibt also keine Weihnachtsfeiertage, es sind normale Arbeitstage!
Dazu muss man aber sagen, dass der Jahreswechsel einen hohen Stellenwert hat und viele Firmen dafuer die letzte Woche um den Jahreswechsel allen Mitarbeitern freigeben. Auch nicht schlecht.
Es kam also leider keine richtige Weihnachtsstimmung auf.
Hmmm, das habe ich schon etwas vermisst.
Wir hatten zwar etwas Weihnachtsmusik, aber keinen Tannenbaum oder Weihnachtsplaetzchen.
Am Heiligabend hatten wir also ein leckeres Weihnachstessen mit Haehnchen, Salat und Temaki (groesseren Sushi-Rolls) uns spaeter einer Weihnachtstorte als Nachspeise.
Es war schon sehr nett mit Naomis Eltern, aber irgendwie doch anders.
Ich wollte aber auch gerne zur Kirche gehen.
Am Heiligabend passte es leider zeitlich nicht, da wir ja auf dem Lande wohnen und die Anfahrt zur Kirche seine Zeit braucht und es auch das Abendessen um 18 Uhr gab.
Somit gingen wir aber am 1. Weihnachtstag morgens in eine christliche Kirche, St Agnes' Episcopal Church, in Kyoto.
Die Messe war natuerlich in Englisch, aber ich genoss es sehr etwas Weihnachtsstimmung mit Liedern und Texten aus der Bibel zu erfahren.
Naomi fuehlte sich dort etwas unwohl, da wir nur ca. 20 Leute in der Kirche waren und man so schnell im Mittelpunkt stand, aber es war herrlich.
Das war das Weihnachten hier und jetzt freue ich mich schon wieder auf das naechste Weihnachten in Deutschland!

Ansonsten haben wir die Tage hier damit verbracht, Naomis Dokumente zusammenzusammeln, die sie fuer unsere Hochzeit in Deutschland benoetigt!
Wir waren also bei verschiedenen Aemtern, haben die Dokumente ins deutsche uebersetzen lassen und vom deutschen Konsulat beglaubigen lassen.
Alles in Allem ging es sehr viel schneller und war es einfacher, als wir geglaubt hatten und wir waren in einer Woche damit fertig!!!
Super!!!
Zwischendurch gab es dann mal leckere Snacks.
Hier mein Lieblingsnack, "Takoyaki", diese Oktopusbaellchen sind einfach klasse!

Oder wir machten einen Spaziergang durch die Felder in der Nachbarschaft! Die Reisfelder liegen natuerlich brach, aber ansonsten ist noch viel Gemuese, wie Kohl, Broccoli, Lauch oder so
frisch auf den Feldern!

So, dann schauen wir mal, wie Silvester und Neujahr wird!
Da ist dann mit dem Massen zum Schrein oder Tempel gehen angesagt!

Euch allen einen guten Rutsch, wir hoeren uns dann in 2009!!!