21.10. Futsal / Kiba Festival mit Goldfischen

Es war mal wieder Wochenende und natürlich wurde nicht nur zu Hause rumgesessen.
Das Wetter war auch schön, wenn die Sonne da ist, ist es immer noch sehr warm (irgendwo in den 20ern), also los!

Als erstes bekamen wir ein großes Paket von Naomis Mama zugeschickt!
Es beinhaltete leckere EDAMAME (Sojabohnen) aus eigener Ernte!!!
Sie sind hier sehr beliebt, als Snack oder side-dish und werden im heissen Wasser gekocht, dann gesalzen und dann lutscht man die eigentlichen Bohnen aus der Schale. Echt lecker!

Am Samstagabend sollte ich das erstemal hier Fussballspielen!!!
Naomi hatte für mich einen Futsal-Verein gefunden, der Samstagsabend von 8-10 Uhr spielt und wo man einfach mitspielen kann. Futsal ist in Japan sehr beliebt, da die Felder sehr viel kleiner sind und man spielt normalerweise mit 6 Spielern in einer Mannschaft. Man braucht also weniger Platz!
Es war ein riesen Spaß. Wir hatten 4 Teams und ich war natürlich der einzige Ausländer. Alle waren super nett, versuchten etwas englisch mit mir zu sprechen und waren sehr engagiert bei der Sache. Mit Sport ist es doch noch am einfachsten mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, da spricht doch eine Sprache, wenn man die selbe Leidenschaft, Fussball, hat! Hahahaha. Naomi war auch dabei und hat mir bei der Kommunikation geholfen. Wir hatten einen tollen Abend!
Es war top organisiert und in 2 Wochen gehe ich wieder hin!!!

Am Sonntag gingen wir dann zum Festival in der Kiba-Area!
Es ist der Stadtteil, wo Naomi früher in Tokyo gewohnt hat und es gibt dort einen großen Park.
Es waren viele Buden und Bühnen aufgebaut und es gab viele Attraktionen für Kinder, wie Hüpfburgen oder Tierstreichelzoo!
Toll.
Dieses hübsche Mädchen machte Werbung für eine kleine Stadt, das bekannt für heisse Quellen ist!!!
Eine der Hauptattraktionen war das balancieren auf Eisenbahnschwellen im Wasser. Es wurden diese dicken und schweren Schwellen gedreht und so auf dem Wasser gelaufen. Die Balance wurde etwas mit einem langen Bambusstab gehalten. Es gab verschiedene Darstellungen von Männern, Frauen und Jungs, Barfuss, mit Holzschuhen, zu zweit auf einer Schwelle, mit dem Sohn auf den Schultern, mit verbundenen Augen oder ohne Bambusstab!
Stark, aber so mancher landete doch im Wasser!










Zu den Buden für die Kinder gehört auch ein Goldfischspiel.
Wie ich erfuhr, ist es ein altes beliebtes Spiel schon aus der Edo-Periode (1600-1800).
Es gibt dazu ein großes Wasserbecken mit vielen kleinen Goldfischen.
Man bekommt dann einen kleinen Fangkescher ohne Netz, der mit einer hauchdünnen Papierschicht bezogen ist und eine kleine Schüssel. Dann versucht man so viele Fische, wie möglich, mit diesem Kescher zu fangen.
Die Schwierigkeit ist, dass das Papier relativ schnell reisst. Man muss also vorsichtig mit dem Wasser sein und nicht die ganz dicken Fische nehmen.
Es ist sehr beliebt bei den Kindern und man bekommt aufjedenfall zwei Goldfische, auch wenn man keinen gefangen hat.
Genau, man kann dann diese mit nach Hause nehmen!!!
Ich habe auch ganze zwei Goldfische gefangen und natürlich haben wir die auch mit nach Hause genommen!
Somit haben wir jetzt zwei Haustiere: Taro und Hanako!
Süß oder?
Ja, so ist das gewesen!