29.10. Tokyo Sea Life Park

Letzten Freitag gab es einen Schulausflug!!!
Es ging in den "Tokyo Sea Life Park" !!!
Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit und es regnete den ganzen Tag.
Egal, wir hatten sowieso eine Menge Spaß.

Es ist ein großes Aquarium, wo Fische aus aller Welt zu sehen sind.
Okay, nicht so super spannend.
Natürlich waren Haie super toll anzusehen, oder auch die riesigen Thunfische, wie sie selbst im Aquarium noch wie verrückt in den großen Herden immer noch im Kreis schwimmen.
Das war toll.

Am Besten waren aber die Pinguine! Die sind soooo süß und es waren so viele!!!

Ein Klassenfoto, allerdings haben sich die 4 links und unter mir noch mit reingeschmuggelt. Sie sind aus anderen Klassen.
Könnt ihr raten, wer meine Klassenlehrerin ist?
Hahahaha, das ist schwer oder?
Genau, die kleine Japanerin rechts neben mir, mit den etwas rötlich gebleichten Haaren, das ist meine Lehrerin Mitschihata!!!
Japaner sind doch im Durchschnitt wirklich so niedlich klein und zart!!!

Japaner lieben diese großen "Riesenräder"!
Also machten wir danach natürlich auch eine Fahrt mit dem "Riesenrad"!
Man hatte einen tollen Blick auf
"Tokyo Disneyland" und " Tokyo Disney Sea" !!!
Könnt ihr die ganzen großen Hotels sehen?



Dann noch ein Bild mit einem meiner besten Freunde,
Kunal (aus Indien) und meiner ukrainischen Klassenkameradin!

Es war ein sehr lustiger Ausflug!

PS: Übrigens hat sich am Wochenende ein tragischer Unfall ereignet. Einer unser Goldfische ist in der Nacht aus dem Goldfischglas gesprungen und ist nun in den ewigen Jagdgründen von Flipper angekommen!
Wir sind wirklich sehr traurig und am Boden zerstört!

28.10. Shinjuku

Ihr habt sicherlich alle auch schon einmal von "Shinjuku" gehört.
Shinjuku ist ein Stadtteil Tokyos, der wirklich alles, was Japan bietet, wiederspiegelt.

Es gibt hier Tokyos größte Dichte von riesigen Bürohochhäusern, aber auch große Warenhäuser, Einkaufsstrassen, Vergnügungsviertel (Game Arcades, Karaoke Bars) und massig Restaurants.
Man kann aber genauso, Regierungsgebäude oder Tempel und Schreine finden.
Vor allem ist es hier immer super voll gepackt mit Menschen.
Die Bahnstation Shinjuku ist ein zentraler Knotenpunkt, für viele S-und U-Bahnlinien und auch für Shinkansen, somit ist es eine der stressigsten der Welt, mit ca. 3 Millionen Menschen, die hier "am Tag" durchkommen. Unglaublich oder?
Es ist wie in einem riesigen Ameisenhaufen.
Man wird quasi von den Menschenmassen, den Hochhäusern und den großen und vielen Neon-Reklameschildern erschlagen.
Echt gigantisch.
Es ist hier auch täglich ein wenig, wie bei uns in Hamburg am Wochenende auf der Reeperbahn, denn hier gibt es auch Sexshops und Tabledance-Bars, viele Menschen sind auf der Strasse, viele hatten Dinner mit den Arbeitskollegen und sind betrunken ...

21.10. Futsal / Kiba Festival mit Goldfischen

Es war mal wieder Wochenende und natürlich wurde nicht nur zu Hause rumgesessen.
Das Wetter war auch schön, wenn die Sonne da ist, ist es immer noch sehr warm (irgendwo in den 20ern), also los!

Als erstes bekamen wir ein großes Paket von Naomis Mama zugeschickt!
Es beinhaltete leckere EDAMAME (Sojabohnen) aus eigener Ernte!!!
Sie sind hier sehr beliebt, als Snack oder side-dish und werden im heissen Wasser gekocht, dann gesalzen und dann lutscht man die eigentlichen Bohnen aus der Schale. Echt lecker!

Am Samstagabend sollte ich das erstemal hier Fussballspielen!!!
Naomi hatte für mich einen Futsal-Verein gefunden, der Samstagsabend von 8-10 Uhr spielt und wo man einfach mitspielen kann. Futsal ist in Japan sehr beliebt, da die Felder sehr viel kleiner sind und man spielt normalerweise mit 6 Spielern in einer Mannschaft. Man braucht also weniger Platz!
Es war ein riesen Spaß. Wir hatten 4 Teams und ich war natürlich der einzige Ausländer. Alle waren super nett, versuchten etwas englisch mit mir zu sprechen und waren sehr engagiert bei der Sache. Mit Sport ist es doch noch am einfachsten mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, da spricht doch eine Sprache, wenn man die selbe Leidenschaft, Fussball, hat! Hahahaha. Naomi war auch dabei und hat mir bei der Kommunikation geholfen. Wir hatten einen tollen Abend!
Es war top organisiert und in 2 Wochen gehe ich wieder hin!!!

Am Sonntag gingen wir dann zum Festival in der Kiba-Area!
Es ist der Stadtteil, wo Naomi früher in Tokyo gewohnt hat und es gibt dort einen großen Park.
Es waren viele Buden und Bühnen aufgebaut und es gab viele Attraktionen für Kinder, wie Hüpfburgen oder Tierstreichelzoo!
Toll.
Dieses hübsche Mädchen machte Werbung für eine kleine Stadt, das bekannt für heisse Quellen ist!!!
Eine der Hauptattraktionen war das balancieren auf Eisenbahnschwellen im Wasser. Es wurden diese dicken und schweren Schwellen gedreht und so auf dem Wasser gelaufen. Die Balance wurde etwas mit einem langen Bambusstab gehalten. Es gab verschiedene Darstellungen von Männern, Frauen und Jungs, Barfuss, mit Holzschuhen, zu zweit auf einer Schwelle, mit dem Sohn auf den Schultern, mit verbundenen Augen oder ohne Bambusstab!
Stark, aber so mancher landete doch im Wasser!










Zu den Buden für die Kinder gehört auch ein Goldfischspiel.
Wie ich erfuhr, ist es ein altes beliebtes Spiel schon aus der Edo-Periode (1600-1800).
Es gibt dazu ein großes Wasserbecken mit vielen kleinen Goldfischen.
Man bekommt dann einen kleinen Fangkescher ohne Netz, der mit einer hauchdünnen Papierschicht bezogen ist und eine kleine Schüssel. Dann versucht man so viele Fische, wie möglich, mit diesem Kescher zu fangen.
Die Schwierigkeit ist, dass das Papier relativ schnell reisst. Man muss also vorsichtig mit dem Wasser sein und nicht die ganz dicken Fische nehmen.
Es ist sehr beliebt bei den Kindern und man bekommt aufjedenfall zwei Goldfische, auch wenn man keinen gefangen hat.
Genau, man kann dann diese mit nach Hause nehmen!!!
Ich habe auch ganze zwei Goldfische gefangen und natürlich haben wir die auch mit nach Hause genommen!
Somit haben wir jetzt zwei Haustiere: Taro und Hanako!
Süß oder?
Ja, so ist das gewesen!

18.10 Trip nach Nagoya

Letztes Wochenende gab es ein langes Wochenende in Japan, denn am Montag war "Nationaler Sporttag" !!!
Also machten wir mal wieder einen Trip, diesesmal nach Nagoya.
Es gab genug zum Anlass dorthin zu fahren, denn wir besuchten Miki und Tatsuya, Miki kenne ich aus meiner Zeit aus Toronto, schauten uns das Nagoya Festival an und trafen auch eine Freundin von Naomi, Yumi!
Wir fuhren mit dem "NOZOMI" SHINKANSEN, was mich sehr freute. Es ist ein Erlebnis mit diesen super schnellen Hightechzügen zu fahren.
Sie sind sehr komfortabel, man hat sehr viel Beinfreiheit, netten Service, ist sehr schnell am Ziel (Geschwindigkeiten bis 300 km/h sind normal und es gibt nur sehr wenige Stopps), außerdem sind sie super pünktlich, man hat nur wenige Minuten zum ein- und aussteigen und daher gibt es eigentlich überhaupt keine Verspätungen (!!!!) und die Züge sind super sicher. Es gab noch nie tödliche Unfälle und es ist erst einmal ein Zug entgleist und das war bei einem Erdbeben!!!
Das hat natürlich auch seinen Fahrpreis, ist es aber allemal Wert!!!
Nach 1,5 Stunden fahrt mit dem Shinkansen waren wir schon von Tokyo im 380km entfernten Nagoya.
Nagoya ist die 4. größte Stadt in Japan mit 2,2 Millionen Einwohnern.
Bei Nagoya gibt es die Stadt Toyota.
Ja genau, hier ist der weltweit größte Autohersteller Toyota zu Hause! Somit gehört diese Gegend mit zu einer der stärksten Wirtschaftsregionen der Welt!
Schon imponierend!

Das Gebäude links ist eine berühmte private Modefachschule. Man muss viel Geld zahlen, um dort aufgenommen zu werden, aber man sieht ja, wo das Geld angelegt wird!!!
Wir trafen Miki, Tatsuya hatte leider auch am Samstag und Sonntag eine Fortbildung und beide mussten auch am Feiertag arbeiten (!), und gingen als erstes auf das Nagoya Festival. Es gab eine Parade über die drei wichtigsten historisch-führenden Samurai Japans ( Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu)!
Es gab viele Vereine, die in traditioneller Kleidung Blasmusik spielten, ich dachte schon, ich bin in Deutschland, und verschiedene bekannte Maskottchen oder Warenhäuser oder Firmen präsentierten sich.








Dann kamen auch die einzelnen Samurai mit ihren Gefolgen!
Sie zeigten sich Stolz mit ihren Kriegern in ihrer Rüstung und auch ihren Frauen in Wagen dahinter.








Sehr schick anzusehen!
Es wurde viel apllaudiert!
Ja, sie sind richtige Helden Japans, denn Obunaga hat im 15. Jahrhundert als Erster Japan vereinigt.



Danach gingen wir zum Nagoya Castle.
Das Original wurde um 1610 erbaut, aber leider im 2. Weltkrieg, wie so vieles, zerbombt und danach neu aufgebaut.
Es ist also leider nicht richtig alt, sieht sehr ähnlich, wie das Osaka Castle aus, ist aber trotzdem ein tolles Gebäude, finde ich. Man hat einen tollen Blick auf die Umgebung und es liegt in einem schöne Park mit dicken Wallmauern.

Abends ging es zu Miki nach Hause, auch sie wohnt in Toyota City und arbeitet für eine der Firmen, die mit Toyota zu tun haben.
Wir hatten alle ein leckeres, lustiges Abendessen und dazu gab es deutsches Bier!!!!
Wir tranken "Beck's", ach das tat gut!

Am nächsten Tag gab es Fastfood zum Mittag.
Im Yoshinoya, eine Fastfood-Kette, gab es "Gyudon", eine Schüssel Reis mit Rind-Zwiebelsauce für 2,50 €!
Hmmm, おいしい (Oischi, lecker) und super billig!!!
Dann gingen wir in das Toyota Museum.
Es erzählt die Geschichte, wie alles mit Webemaschinen anfing und dann später zu einem Autohersteller wurde!
Echt interessant.
Japan ist auch führend in der Robotertechnik und im Museum gab es diesen Toyota-Roboter, der 3 verschiedenen Trompetenstücke spielen kann! Hahahahaha.

Am dritten Tag haben wir dann Yumi getroffen.
Mit ihr gingen wir zum Osu Kannon Tempel, der aus dem Jahre 1333 stammt.
Besonders bekannt ist aber die Gegend um den Tempel herum, denn dort gibt es viele Secondhand-Läden für alles mögliche, ob nun Kleidung oder auch Elektrogeräte.
Außerdem hatten wir ein besonders leckeres Mittagessen.
Nagoya hat viele besondere regionale Ess-Spezialitäten, die wir natürlich auch ausprobieren wollten.
Somit aßen wir Misokatsu (in Streifen geschnittes Schnitzel mit einer besonderen Miso-Sauce) schon mit Miki.
Mit Yumi aßen wir Hitsumabushi, das ist gegrillter Aal auf Reis, wie ich ihn schon so gerne esse. Das besondere hierbei ist aber, dass man ihn in 3 verschiedenen Arten essen kann, entweder besonders klein geschnitten oder mit grünen Zwiebeln oder mit einer besonderen Fischsuppe.
Lecker, lecker, lecker!

Es war toll alte Freunde wieder zu treffen!
Wir hatten eine lustige Zeit!
Und schwupp die schwupp mussten wir auch schon wieder zurück nach Tokyo!

10.10. Harajuku

Harajuku ist auch ein ganz besonderer Teil von Tokyo.
Der kleine Stadtteil liegt gleich neben Shibuya und dem Meiji-Schrein.
Hier wird das Konsumleben der jungen Japaner richtig ausgelebt und ihren Träumen freien Lauf gelassen.
Es ist wirklich unglaublich.
In kleinen Läden können die verrücktesten Kleider, Kostüme, Masken oder Plüschartikel gekauft werden. Es ist ein bisschen wie beim Karneval.
Es laufen dann Mädchen in Bärenkostümen, Kellnerschürzen oder Zimmermädchenkleidern rum, einfach so, weill sie es schön finden und mal richtig aus der konservativen japanischen Gesellschaft ausbrechen wollen. Die Kleidung ist oft sehr punkig, aber fantasievoll und so ist es eine der wichtigsten Einkaufsmeilen Tokyos.
Viele ziehen sich so jedes Wochenende an, aber unter der Woche haben sie ein normales Leben als, Schüler, Student oder Büroangestellter. Es ist einfach unvorstellbar.
Der Druck der japanischen Gesellschaft ist schon enorm hoch.

Normalerweise legen Japaner ja sehr viel Wert darauf, dass ihre Haut ja blass bleibt und sie nicht die Haut zu sehr in die Sonne halten.
Deswegen gibt es hier fast nur Sonnencreme mit verrückt hohen LF und viele Frauen tragen auch im Sommer Handschuhe und Sonnenschirme, um sich vor der Sonne zu schützen. Nun gibt es aber 2 Ausnahmen, die total gebräunt sind.
Zum einen Highschool-kids, die jeden Tag draußen Sport machen, wie Tennis, Baseball oder Fussball und so dunkel gebräunt sind. Und eine besondere Art Mädchen, die auch gegen die Gesellschaft angehen und total unnatürlich dunkel gebräunt sind, dazu noch super dickes Make-Up tragen, viel Schmuck, schrille Farben und totale verrückte Kleidung! Das sieht einfach nicht schön aus.
Sie fallen aber auf und das finden sie schön.

Ich habe mal ein paar Bilder zusammengestellt, auch aus dem Internet.

01.10. Müllabfuhr

Müllabfuhr in Japan ist auch ein interessantes Thema, finde ich.

Es ist so, dass nicht jedes Haus seine eigene Mülltonne hat, wie wir es in Deutschland haben, sondern es gibt zentrale Müllsammelplätze.
Diese sind oft gemauerte Ecken oder große Holzverschläge, mit einem Netz zur Abdeckung gegen Tiere, die an den Straßen zu finden sind.
Es gibt dann einen detaillierten Müllabfuhrplan für jeden Bezirk, wann dort der Müll abgeholt wird.
Normaler Müll wird "3-mal" die Woche abgeholt, denn man kann seinen Müll nicht tagelang zu Hause sammeln und an dem Sammelplatz darf es auch erst einen Tag vorher hingebracht werden.
Es gibt nur relativ kleine Müllabfuhrwagen, da die Straßen ja super eng sind, somit wird der Müll eben öfter abgeholt!

Mülltrennung wird ganz groß geschrieben!
Einmal die Woche wird Altpapier und ebenso einmal die Woche Altglas und Dosen abgeholt.
Pfandsystem gibt es dagegen in Japan nicht.
Also werden immer noch viel Dosen gekauft!
Außerdem wird dann noch einmal im Monat Sondermüll abgeholt.

Ein etwas aufwendiges System, finde ich, aber doch ganz praktikabel!