Nun möchte ich über zwei Zeitvertreibe für Japaner berichten.
Als erstes Pachinko.
Pachinko ist ein super verrücktes Glücksspiel.
An jeder Ecke gibt es diese riesigen Pachinko-Spielhallen, die leicht durch die große Leuchtreklame oder Werbeposter, wie dieses mit dem Mädchen und den großen Kulleraugen, zu erkennen sind.
Nur so nebenbei, aber Japaner stehen auf diese Kulleraugen, deswegen sind Manga-Comics auch so beliebt.
Bei Pachinko geht es darum, in einem Automaten, der wie verrückt blinkt, Eisenkugeln, die wild durch ein Labyrinth von oben nach unten fallen, in bestimmte Löcher in einer bestimmten Reihenfolge fallen zu lassen, damit man noch mehr Kugeln bekommt.
Man hat eigentlich fast keinen Einfluss auf das Spiel!
Man spielt so quasi ein Computerspiel auf einem kleinen Display, wovon es unendlich viele verschiedene Spiele/Geschichten gibt! Ob nun über Mädchen mit Kulleraugen oder TV-Serien...
Es ist ein Ohrenbetäubender Lärm und super verraucht in diesen Hallen, aber viele Leute sitzen dort jeden Tag von morgens bis abends und finden das entspannend.
Das total lächerliche ist dann auch noch, dass man eigentlich kein Geld gewinnt, das ist gegen das Gesetz, sondern die Kugeln, die man gewonnen hat, dann gegen Zigaretten oder irgendwelche anderen Güter eintauscht.
Häh? Nun gewinnen aber manche kistenweise Kugeln, die sie dann gegen Wertmarken eintauschen können und dann außerhalb der Spielhalle an einem Schalter gegen Geld eintauschen können. Diese kleinen Läden verkaufen dann diese Wertmarken wieder zurück an die Spielhalle!
Das ist ein gigantisches Business, was damit gemacht wird!
Dann gibt es auch in jeder Stadt die sogenannten Love-Hotels!
Es sind Hotels, die von außen wie Schlösser, Burgen, Europäische Villen oder Pyramiden oder ähnlichem, aufgemacht sind.
Die Zimmer sind dann auch nach verschiedenen Themen eingerichtet. Ob man sich nun im Orient oder in Ägypten am Strand oder im Wasser fühlen will. Der Kreativität ist da keinen Grenzen gesetzt.
Man kann sich dort also ein Zimmer für ein paar Stunden mieten, um in getrauter Zweisamkeit zu sein.
Es ist auch total anonym aufgemacht. Es gibt keine richtige Rezeption. Im Foyer gibt es eine Tafel mit allen Zimmern, dann wählt man eines aus und bekommt den Schlüssel aus einem Automaten. Wenn man dann das Zimmer nach ein paar Stunden wieder verlassen will, muss man die Rezeption anrufen, die dann die Tür elektronisch öffnet.
Man ist quasi eingeschlossen. Damit wird sichergestellt, dass man auch wirklich bezahlt.
Dann muss man an der Rezeption bezahlen, allerdings hat man da auch keinen Sichtkontakt, sondern nur eine Öffnung, wo das Geld hin und her geschoben wird.
Nun fragt ihr euch sicherlich, was das soll?
Tja, Japan ist ein sehr kleines Land mit wenig Platz aber vielen Menschen. Die Wohnungen sind also auch sehr klein. Außerdem sind die Leute sehr konversativ.
Möchte man also mal mit seiner Freundin alleine sein, dann kann man sie nicht einfach mit nach Hause bringen und ein paar Stunden mit ihr alleine im Zimmer verbringen oder gar über Nacht bleiben, das wird nicht aktzeptiert.
Dafür gibt es dann also die Love-Hotels!
29.09. Pachinko und Love-Hotels
vom 4:43:00 PM
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