13.09. On Top of Mt. Fuji (Fuji-san)

Wir waren also um 5 Uhr auf dem unteren Gipfel (3.756m) und von hier aus wollten wir, wie viele hundert andere Leute auch, den Sonnenaufgang bewundern. Es war richtig kalt, vielleicht 5° und wir waren froh unsere dicken Pullis und Jacken mitgenommen zu haben. Es gibt dort auch Hütten, die aber leider schon geschlossen waren, da ja die Hauptsaison vorbei war, wo man sonst etwas warmes zu essen oder trinken hätte kaufen können.
Wir waren aber glücklich, dass wir den Sonnenaufgang sehen konnten, es nur ein paar Wolken am Himmel gab und keinen Regen! Es war ein traumhafter Sonnenaufgang und man hörte nur die Jubelschreie oder das Applaudieren dazu!
Ach, dafür hat sich die Nachtaktion wirklich gelohnt. Kurz nach Sonnenaufgang gingen dann viele dieser Busgruppen gleich wieder direkt runter. Jaja, Japaner haben immer ein straffes Programm und nicht so viel Zeit zum genießen.
Nach einer Stärkung guckten wir uns aber den Vulkankegel genauer an.
Der Mt. Fuji ist ja ein aktiver Vulkan, okay der letzte große Ausbruch war 1707, aber trotzdem irgendwo im Inneren brodelt es noch. Schnee gibt es im Sommer auch nicht mehr richtig zu sehen. Ein paar schwarze, schmutzige Schneefelder vielleicht noch, das ist es, was übrig geblieben ist.
Der Gipfel besteht also aus einem Kraterrand, der an einer Stelle am höchsten ist, was dann der Hauptgipfel ist.
Wir wurden nun zwar auch etwas mehr müde, wir hatten ja schliesslich kaum geschlafen, es war sehr kalt und wir sind 5 Stunden gewandert, aber wir wollten natürlich auch dorthin.
Dazu mussten wir aber erstmal noch den Grat halb umrunden. Auf dem Weg dorthin hatten wir das Glück, dass wir den Schatten vom gesamten Berg sehen konnten.
Wow, was für ein seltener Anblick!!!

Der Gipfel an sich ist dann aber super enttäuschend.
Die Japaner fanden den Punkt so markant, dass sie gleich eine riesige Raumstation-ähnliche Wetterstation darauf gebaut haben!
Echt hässlich.
Zumindest gibt es einen schönen Gipfelstein!!!
Yeah, um 6.30 Uhr standen wir dann endlich auf dem richtigen Gipfel !!!!
Wir waren so Stolz!!!

Zum Abstieg umrundeten wir den Rest des Kraters zurück zu unserem Aufstiegspunkt. Wir kamen an der höchsten Poststelle Japans vorbei, die aber auch leider schon geschlossen war und nicht erkennbar war.Die Sonne war nun über den Wolken und es wurde warm.
Nach einem weiteren Snack ging es nun bergab.
Allerdings nicht den selben Weg den wir aufgestiegen sind.
Es gibt nämlich eine Aufstiegs- und eine Abstiegsroute.
Somit kommt man sich nicht ins Gehege.
Nun sahen wir erst richtig, wie der Berg und die Landschaft aussieht. Eine karge Vulkanlandschaft ohne viel Vegetation. Staubig und schwarz.
In großen Schritten läuft man dann fast den Berg hinunter und nach 2,5 kraftraubenden Stunden, waren wir schon wieder unten beim Parkplatz!
Cool, cool, coooool, was für ein tolles Erlebnis.
Eindeutig eines meiner Top-Drei-Erlebnisse in Japan!!!

Als erstes aßen wir ein Softeis und machten dann erstmal Nickerchen im Auto.

Das sind also die vielversprechenden Sauerstoffflaschen!!!

Außerdem gibt es so tolle Wanderstöcke mit Japanfahne oder Kuhglocke zu kaufen. Normalerweise kann man sich dann bei jeder Station einen Stempel in das Holz Brandmarken lassen und natürlich auch auf dem Gipfel, aber da viele Stationen geschlossen waren und auf dem Gipfel sowieso alles, war es nicht schlimm, das wir keinen gekauft hatten, denn die wichtigsten Stempel hätten wir eh nicht bekommen.
Somit war es egal und wir brauchten keinen Stock.

Ich gönnte mir aber ein T-Shirt mit dem Satz:
"Auch wenn gesagt wird, wer Mt. Fuji einmal besteigt ist dumm und wer es ein zweites mal tut ist noch dümmer, man lebt nur einmal, also warum versuchen wir es nicht?!!!"

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Hammer!