26.08. Trip nach Izu-Hanto (Shira-hama)

Es war mal wieder Wochenende und dann natürlich Zeit für einen Ausflug.
Es sollte eigentlich ein schönes Wochenende am Strand werden.
Naomi hatte einen tollen Sandstrand in Shira-hama, auf der Halbinsel Izu-Hanto, rausgesucht und ein nettes kleines Minshuku (traditionelle japanische Unterkunft) gebucht.
Dazu mieteten wir uns ein Auto und los ging die Fahrt.
Dummerweise spielte das Wetter überhaupt nicht mit. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit, ist es relativ kühl (23 - 27°C) und regnet sehr viel.
Es war eine ziemlich lange Fahrt, auch wenn es nur 200km entfernt war und wir durch extra frühes Aufstehen den Staus aus dem Wege gingen, aber es dauerte doch 5-6 Stunden.
Man fährt in Japan ja auch auf der linken Seite und dann gibt es auch Autobahngebühren. Wir bezahlten also schön ca. 25 EURO für die Autobahn! Aber das letzte Stück zum südlichen Teil der Halbinsel gibt es keine Autobahn und man fährt ordentlich durch die Berge. Eigentlich soll man hervorragende Ausblicke zum Mt. Fuji haben, aber wir konnten vor lauter Nebel und tiefhängenden Wolken gar nichts sehen.
Dort angekommen waren wir müde und etwas genervt vom kalten Wind und Regen.
Wir badeten aber trotzdem im warmen Wasser und den tollen Wellen, aber richtig gelungen war es leider nicht.

Immerhin war die Unterkunft sehr nett.
Ein kleines Familienunternehmen mit nur 5 Zimmern.
In einem Minshuku hat man ein einfaches Zimmer mit Tatami-Matten ausgelegt. Üblicherweise sind dort dann ein niedriger Tisch, Sitzkissen, Fernseher und Air-Conditioning vorhanden. Die Futonmatrazen sind im Schrank und werden erst zum Schlafen herausgeholt und ausgebreitet.
Das Essen nimmt man im Gemeinschaftsraum ein oder, so wie wir das hier hatten, holt man es sich auf einem Tablett und isst dann auf seinem Zimmer.

Auf dem Bild mit mir, haben wir das Abendessen aufgedeckt.
Es gibt Eistee, Reis, frittiertes Gemüse, Sashimi (rohen Fisch), Fischgrätensuppe, Riesengarnele, Edamame (Erbsenschoten), Muscheln, eingelegte Gurken und noch anderes Gemüse. Ein sehr leckeres und vielfältiges Essen.

Zum Frühstück sah es dann nicht sehr viel anders aus.
Es gab wieder Tee, Miso-Suppe, Reis mit Seetangblättern, ein halb-rohes Ei (meistens sind die ganz roh und man ist das dann einfach so mit dem Reis!), Lachs, Gemüse und etwas geschnetzeltes Fleisch!
Fertig!

20.08. Kamakura

Gestern habe ich eine tolle Fahrradtour (!) nach Kamakura gemacht.

Kamakura war die Hauptstadt Japans von 1185 - 1333 und hat daher einen lange Geschichte, die sich in den vielen Tempeln und Schreinen wiederfindet.
Es ist ein kultureller Höhepunkt in Japan!

Es war sehr nett, dass mich Su, der Ex-Boss von Naomi, mit dem Fahrrad herumführte und mir auch viel geschichtliches zu den einzelnen Tempeln und Schreinen erzählen konnte.
Wir fuhren mit dem Fahrrad von Fujisawa nach Kamakura, was schon einmal ca. 10 km sind!
Kamakura liegt in einer Bucht am Meer, umgeben von Hügeln, was zu der damaligen Zeit einen guten Schutz vor Angreifern bat. Wir mussten also auch ordentlich die Hügel rauf und runter radeln.
Puh, das war ein gutes Stück Arbeit und Su ist auch noch ein ziemlich professioneller Fahhradfahrer, aber es hat richtig Spaß gemacht.
Am Ende des Tages hatten wir 41 km auf dem Tacho!!!

Zuerst fuhren wir über einen der alten Pässe, die nach Kamakura reinführen und wir genossen den Blick auf die Bucht.
Die verschiedenen Tempel und Schreine aufzuführen würde zu ausführlich werden, aber es war schon ein toller Anblick, dieser großen alten hölzernen Gebäude.
Und immer diese Stille, auch wenn viele Touristen unterwegs waren. Das ist schon etwas Besonderes.
Einen Tempel erkennt man daran, dass er ein großes Holztor als Eingang hat, bevor man das Tempelgelände betritt.
Einen Schrein erkennt man dagegen daran, dass die Pfeiler meistens rot angemalt sind und es als Eingang einen Holzbogen gibt, der nicht so mächtig ist, wie der eines Tempels.
Jetzt fragt ihr euch, was hier diese weissen Zettelchen an diesen Leinen bedeuten?
Im Schrein kann man einen Zettel ziehen, um zu sehen, wie es mit seinem Glück steht. Es gibt dann verschiedene Voraussagen, aber wenn man kein Glück hat, dann lässt man den Zettel gleich dort und bindet ihn an diesen Wänden fest. Manchmal gibt es auch Büsche. Hat man Glück, dann nimmt man den Zettel mit nach Hause.
Die Mönche werden dann für dich beten, dass das Pech weggeht.
Dazu gibt es noch die verschiedensten Sachen, wie Glücksbringer, worauf ich später nochmal zurückkommen will.

Es gab auch verschiedene Teiche mit vielen Lotusblumen.
Leider ist die Blütezeit schon vorbei.

Die vielen Fässer, vor denen ich stehe, sind Sakefässer, die dem Schrein gespendet wurden. Da kommen schon ein paar Liter zusammen!!!









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19.08. Pokemon-Stempel-Rally 2008

Hallo!

Heute will ich euch von einer tollen Aktion für Kinder in Tokyo und Umgebung erzählen.
In den ersten beiden Wochen der Schulferien wurde von einer der großen Bahngesellschaften, JR, eine Pokemon-Rally veranstaltet.
Ihr wisst, Pokemon sind Fantasiewesen, die von der Firma Nintendo ursprünglich für Videospiele entwickelt wurden. Mittlerweile sind aber auch die Kinofilme, Zeichentrickserien oder Sammelkartenspiele sehr beliebt, besonders in Japan! Es gibt hunderte von verschiedenen Wesen.
Bei dieser Rally konnten man nun mehr als hundert Stempel von allen verschiedenen Wesen sammeln. Dazu musste man allerdings auch hundert verschiedene Bahnstationen anfahren, da diese alle einzeln verteilt waren. Wow, das war echt krass.
Zuerst musste man 6 verschiedene Stempel sammeln, um dann das richtige Sammelbuch zu erhalten.
Tja, guckt euch meine Ausbeute an?
Ich habe leider nur einen Einzigen bekommen, von Naomis Bahnstation, wo sie arbeitet, da wir zu spät damit angefangen haben. Hahahaha.
Es war aber eine Freude anzusehen, wie Mütter, Väter oder Großeltern mit ihren Kindern oder Enkelkindern bepackt mit Rucksäcken und Trinkflaschen unterwegs waren, um die Stempel zu sammeln.
Es war eine große Begeisterung dafür da.
Pikachu, das gelbe hamsterartige Wesen, ist das Maskottchen und daher das bekannteste Wesen. Wenn man die ersten 6 Stempel gesammelt hatte, bekam man noch eine Pikachu-Mütze und einen Sticker. Die Kinder waren daran also leicht zu erkennen.
Ach, sie waren so aufgeregt und man sah viele durch die Bahnhöfe rennen, um den nächsten Zug zu bekommen, da man ja ein strammes Programm hatte, um möglichst viele Stempel zu sammeln!
Eine tolle Aktion, denke ich.

Als wir in Osaka waren, haben wir dort auch etwas ähnliches gesehen, dort ging es aber mehr um Disneyfiguren!

18.08. Home in Osaka

Wir haben einen 4-Tages-Trip nach Osaka zu Naomis Familie gemacht.

Es war Sommerferienzeit in Japan. Viele Firmen machen ein paar Tage komplett zu und genehmigen ihren Angestellten Ferien.
Ja, es wird nicht nur 60-70 Stunden die Woche gearbeitet!!! Schulferien sind auch, also ist ganz Japan auf den Beinen, um nach Hause oder ein paar Tage wegzufahren.
Es ist also Ultra-Verkehrschaos auf den Straßen.
Die Tickets für Flüge und Bahn sind überteuert und alles ist lange im voraus ausgebucht.

Wir haben am Dienstag einen Übernachtbus von Tokyo nach Kyoto genommen.
8 Stunden im normalen Reisebus waren aber nicht so prickelnd.
Wir hatten nicht das Glück einen bequemen Bus mit richtigen Liegesitzen und nur 3 Sitzen pro Reihe zu bekommen, was wir allerdings auf der Rücktour dann hatten!
Naomis Elternhaus liegt in dem Städtedreieck Kyoto, Nara und Osaka und Kyoto ist dann doch am dichtesten.
Es ist ein schönes großes Haus auf dem Lande, wie ihr sehen könnt! Es leben dort nur Naomis Eltern, eine Oma und ihr Hund!
Es ist sehr hügelig und viele Reis- und Gemüsefelder drumherum, wovon auch ein paar Naomis Eltern gehören.
Sehr idyllisch.
Wir hatten sehr nette Tage. Es gab leckerstes Essen.
Es gab Wassermelone aus eigener Ernte, diese war riesig und 17 KG schwer !!!
Natürlich gingen wir einmal zum Laufband-Sushi (Running Sushi), weil ich es so liebe. Dann wurde einmal gegrillt, wozu auch Naomis Schwester mit Ehemann, Tante, Onkel und Cousins kamen.
Einen Abend kochten wir lecker "Takoyaki" selber auf dem Esstisch! Das sind Teigbällchen gefüllt mit Oktopus (Krake), Ingwer, Käse ...!
Hmmm, lecker, lecker!
Nach 25 Stück oder so, war ich wirklich satt!
Am letzten Abend gab es dann noch Gyoza, Teigtaschen gefüllt mit Hack!
Wir wurden super bekocht und hatten ein tolle Zeit!
In den 4 Tagen machten wir kein weiteres Sightseeing, weil es einfach zu heiss war, aber ein paar Freunde wurden schon noch getroffen.
Am Samstag ging es dann leider schon wieder zurück nach Tokyo!

07.08. Odaiba & Tokyo Bay

Letzten Sonntag war es mal wieder ein super heisser und unerträglicher Tag, aber wir machten uns auf zu einer futuristischen, neu angelegten Insel in der Bucht von Tokyo.
Es wurden viele große Einkaufszentren und Vergnügungsparks angelegt und eine extra Bahnlinie als Verbindung gebaut. Schon sehr beeindruckend.
Man hat außerdem einen Blick auf die Skyline von Tokyo.
Wir machten eine Fahrt in dem Riesenrad, um die Aussicht noch mehr zu genießen! Amazing!
Hier muss ich nochmal herkommen. Es gibt vieles Interessantes zu tun, z.B. ein Showcase von Toyota, wo alle möglichen Automodelle von Toyota ausgestellt sind und auch neue Hybrid-Autos oder Zukunftsmodelle! Okay, ich bin nicht so ein Autofreak, aber es war schon interessant. Dann gibt es große Gamecenter mit allem was man sich denken kann. Man kann Golf, Fussball, Tennis, Basketball, Tischtennis, Baseball, um Punkte gegen den Automaten live spielen oder sonst alle möglichen Automatenspiele.
Und da ist echt viel los gewesen, dass es auch gemacht wird. Japaner sind auch verrückt nach diesen Greifarm-Automaten, um Kuscheltiere zu bekommen oder auch einfach Bonbons oder Eis oder Sonstiges. Unglaublich. Alles was das Herz begehrt.
Es gibt auch eine Wettkampf-Ebene. Hier kann man Wettkämpfe um Konzentration, Kraft oder Koordination, wie bei Takeshi's Castle, gegen andere führen! Geil!
Oder ein Shoppingcentre nur auf Frauen zugeschnitten, das heisst dann Venus Fort!
Japaner sind schon verrückt!

Und dann gab es dort doch auch tatsächlich BIONADE zu kaufen!
Ich konnte es nicht glauben. Eine Flasche nur 300 Yen, ca. 2 EURO!

07.08. Edogawa Feuerwerk

Am letzten Samstag stand dann das nächste große Feuerwerk an.
Wir machten uns auf zum Edogawa Hanabi!

Dieses mal machte sich Naomi auch richtig hübsch. Schaut euch diese Bilder an!
Als Frau muss man auch mal etwas Leiden, um hübsch auszusehen oder?
Es war unserer Meinung nach noch besser als das erste, welches wir gesehen hatten, auch wenn es nur (!) 15.000 Raketen hatte!
Es trafen sich nämlich alle Zuschauer auf den Hängen an einem Fluss.
Es gab so eine freie Sicht auf das Spektakel. Hervorragend!
Aber es war wieder unglaublich, wieviele Menschen sich auf den Wiesen und Hängen drängten. Eine tolle Begeisterung!
Wir hörten von anderen Leuten, die sich große Picknickplätze gesichert hatten, dass sie schon seit morgens um 6 Uhr dort waren. Wow!
Wir waren nur zu Zweit und konnten uns dann ganz gut dazwischen quetschen. Kein Problem.
Wieder ging das Feuerwerk eine gute Stunde. Ohhh, ahhhh, hui!









Das war wirklich mein größtes Highlight in Japan bisher!!!

07.08. Lets go to the beach!!!

Am letzten Tag in der Schule wurde als "school activity" ein Ausflug ans Meer angeboten.
Das konnte ich mir nicht entgehen lassen.
Es kamen zwar nicht so viele meiner Klassenkameraden mit, aber wir waren trotzdem 30 Schüler und 4 Lehrer. In meiner Schule sind ja auch immerhin 160 Schüler aus 23 Nationen!

Es wurde ein Bus gechartert und dann ging es etwas nördlich von Tokyo an den Pazifik nach Katakai. Wow, es war herrlich.
Ein großer, breiter Sandstrand, wie wir es auch von der Ostsee oder Nordsee kennen. Einfach geil!
Es wehte ein Wind, somit war es nicht zu heiss, aber ich habe mich schön auf den Schultern und dem Rücken verbrannt. Hahahaha.

Die Sicherheitsregeln sind sehr lustig. Der Strand hat bestimmte Öffnungszeiten, von 9 - 16 Uhr und ich glaube, er ist auch nur im Juli und August geöffnet.
Außerdem ist es nicht erlaubt zu schwimmen, wenn man betrunken, wenig geschlafen oder einfach müde ist! Hähhh?
Es gibt dann sehr begrenzte Badezonen, wo ständig 3 von der Strandwacht im Wasser sind und auch begrenzen, wie weit man ins Wasser gehen darf. Die Gegend ist nämlich unter Surfern bekannt für ihre großen und langen Wellen und es gibt dort eine echt starke Seitenströmung, was sehr gefährlich ist.
Also wurde man ständig zurückgepfiffen, nicht zu weit hinaus in die Wellen zu springen. Na gut, wir hatten auch so super viel Spaß.
Es macht einfach Spaß sich auf den Wellen tragen zu lassen und das Wasser war so angenehm warm!

Wir waren also eine große buntgemischte Gruppe. Natürlich hauptsächlich Chinesen, aber auch Russen, Koreaner, ein Amerikaner, ein Türke (!) und ich!
Die Schule hat alles organisiert. Balue Planen zum sitzen, ein Sonnensegel, Bälle, Surfboards, Getränke und Snacks! Toll.
Also gab es erstmal um 10 Uhr, als wir am Strand ankamen, das erste Bier, so lange es noch kalt war! Korrekt.
Es war ein typischer Tag am Strand. Viel baden, Sandburgen bauen, Muscheln sammeln, Fussball spielen und Spaß haben!

Lustig war auch, dass meine beiden jungen chinesischen Klassenkameraden morgens verschlafen haben und den Bus verpasst haben. Unglaublich!
Sie wurden dann von dem Vater von dem einem noch extra zum Strand hinterher gefahren. Das war doch sehr nett.
Leider können wir nicht so viel miteinander sprechen, da mein Japanisch noch zu schwach ist und sie kein Englisch sprechen.
Naja, mit Händen und Füßen und ein paar Brocken Japanisch konnten wir uns doch etwas verständigen und haben den Tag zusammen verbracht. No problem.

06.08. Feuerwerk in Sumidagawa

In Japan heisst Sommer auch Zeit der Feuerwerke!
Jede Stadt, jedes Dorf gibt ein Feuerwerk als besondere Sommerveranstaltung und es wird als ein Wettkampf zwischen verschiedenen Gruppen von Pyrotechnikern geführt.
Es geht darum, wer macht das größte, das schönste, das beeindruckendste, das bunteste Feuerwerk in Japan!
Das geht auch sehr gut im Sommer, da es schon früh um 18.30 Uhr dunkel wird und so das Ganze nicht zu spät wird.
Denn Feuerwerke in Japan dauern meistens so 1-2 Stunden !!!
Es ist also wirklich eine große Sache!
Außerdem wird dieses dann genutzt, um sich mal richtig traditionell anzuziehen. Es werden also Kimonos und Yukatas rausgeholt und sich richtig fein gemacht.
Es ist schon toll, wenn dann viele Frauen in diesen bunten Kimonos und den Holzschuhen mit den kleinen Trippelschritten durch die Straßen gehen. Das gehört einfach dazu. Es gibt dann viele Stände an den Straßen, wo Bentoboxen mit den verschiedensten Gerichten oder Fleischspieße oder Sushi und natürlich Getränke, hauptsächlich Bier, verkauft werden.

Am 26. Juli waren wir beim Feuerwerk von Sumidagawa Hanabi Taikai mit 20.000 Raketen!
Es ist eines der größten Feuerwerke in Japan.
Ein Freund Naomis, Hashi, hat mit seinen Freunden jedes Jahr einen festen Platz, um das Feuerwerk anzuschauen. Wir schlossen uns diesen also an. Wir trafen uns um 17 Uhr an einer Straße, die, zu unserer Überraschung, noch voll befahren wurde.
Wir warteten mit den Freunden warteten auf dem Bürgersteig darauf, dass um 18 Uhr die Straße gesperrt wurde. Es kamen viele Polizisten, die die Straße absperrten und um 18 Uhr erfolgte ein Trillerpfiff und alle stürmten auf die Straße, um einen Platz zu reservieren. Wir hatten auch eine große blaue Plane, die wir voll auf der Straße ausbreiteten und später Platz für bestimmt 15 Leute bot. Das war ein Spaß.
Und dann ein toller Anblick, wie alle auf der Straße saßen und ein Picknick feierten mit Bier und Snacks und später einem Feuerwerk von 1,5 Stunden! Jung und Alt, Familien und Pärchen, einfach bunt gemischt!
Wir konnten so allerdings das Feuerwerk nur durch eine Straßenschlucht sehen, was etwas schade war, aber die Begeisterung nicht störte.
Ach, es war einfach toll.

Ihr fragt euch vielleicht, warum sich Naomi nicht so hübsch gemacht hat.
Es ist schon etwas aufwendig sich so anzuziehen und es ist nicht so bequem, sehr warm und so.
Für den Tag war auch eigentlich Regen angesagt und so passte es nicht so gut.
Ja, das kommt dann beim nächsten Feuerwerk.

06.08. About Japan!

Damit ihr euch vorstellen könnt, wie weit außerhalb wir wohnen, dieses Bild. Ich zeige dorthin, wo wir ungefähr wohnen. Es ist also schon etwas mehr außerhalb, aber die Bahnverbindungen sind so gut, dass man locker in einer Stunde im Zentrum ist. Aber Tokyo hat sowieso viele Zentren, ob nun Akihabara, Tokyo Station, Roppongi, Shibuya, Shinjuku, Ikebukuro oder Asakusa, da ist es schwer zu sagen, wie lange man in die Stadt braucht, denn es ist immer eine Frage, wo will man genau hin?
Das ist Japan, möchte ich sagen, es gibt immer viele verteilte interessante Gegenden. Es ist nicht alles an einem Punkt geballt.

Dann hier ein schönes Sonnenuntergangbild vom Tokyo Tower! Er ist sogar 9m höher als der Eiffelturm in Paris, also stolze 333m hoch! Wir haben den Nightview auf die Stadt vom Roppongi Observation Deck genossen. Allerdings sind die Bilder alle etwas verwackelt, deswegen gibt es leider kein Bild vom Nightview.

Ich wollte noch kurz ein paar Worte über die verrückte Bauweise der Japaner verlieren. Man gucke sich nur mal dieses Parkplatzbild genauer an. Die Häuser sind alle dicht an dicht gebaut. Es gibt also schonmal in den Städten kaum Gärten und dann werden auf den Parkplätzen interessante Techniken angewandt, um alle Autos unterbringen zu können. Ist das nicht ein herrlicher Anblick? Genauso interessant sieht es in Tiefgaragen oder für Fahrräder aus. Wenn man eine Parkplatz am Haus hat, dann ist der meistens eigentlich schon in das Haus integriert und es passt Millimetergenau bis zum Strassenrand. Kein Wunder, dass hier die meisten Autos kompakte Kleinwagen sind!
Genauso krass finde ich den Strassenbau. Mit waghalsigen Strassen mitten durch die Wohngebiete knapp an den Häusern vorbei und dann noch Mehrstöckig auf Trassen. Hui und dann gibt es hier mehrmals im Monat Erdbeben? Echt krass.
Aber es ist alles Erdbeben erprobt, da wird sich nicht groß Sorgen gemacht.
Ich habe auch schon mein erstes Erdbeben erlebt. Nachts wachte ich durch ein ungewohntes Ruckeln auf. Das ganze Zimmer, die Wände, der Boden wackelte für ca. 30 Sekunden. Ein sehr, sehr merkwürdiges Gefühl. Am nächsten Tag konnte man in der Zeitung lesen, dass es ein Seebeben 250km nördlich von Tokio in 120km Tiefe unter dem Meeresboden mit einer Stärke von 6,6 war.
Wow! Es war ein ungewöhnlich langes und starkes Beben, was aber in Tokio keine weiteren Schäden verursachte. Naja, damit muss man hier halt leben! Okay, okay, okay!

06.08. JEF UNITED - Gamba Osaka (0:1)

Auch in Japan wird Fussball gespielt, wie ihr sicherlich wisst.
Es gibt hier die J-League, wo hauptsächlich Japaner in den Teams spielen, die aber oft durch wenige Europäer oder Brasilianer gespickt sind. So spielen bei Gamba 2 Brasilianer, die das Offensivspiel ankurbeln und für Torgefahr sorgen sollen.

Wir guckten uns das Spiel JEF United - Gamba Osaka an.
JEF United ist das Team aus der Region Chiba, wo wir wohnen und sie sind leider auf dem letzten Tabellenplatz und müssen hart gegen den Abstieg kämpfen. Gamba Osaka dagegen steht zur Zeit auf dem 3. Tabellenplatz und hat noch Chancen auf die Meisterschaft. Das ist allerdings sehr schwer gegen die übermächtigen Urawa Red Diamonds anzukommen.
Es war also vom Papier her eine klare Angelegenheit. Gamba wird das Spiel schon machen. Es war aber doch mächtiges Glück nötig, das ein Sieger aus diesem Spiel ging.

Die JEF Fans stehen aber voll hinter ihrem Team. Es war ausverkauftes Haus mit 16.000 Zuschauern und die Fans feuerten ihr Team lauthals an. JEF spielte sehr stark, aber es reichte nicht zu Toren, so schoss Gamba das einzige Tor des abends in der 89. Minute und gewann das Spiel.
Ich fand es sehr beeindruckend, dass alle Zuschauer bis zur letzten Sekunde auf ihrem Sitz blieben und die Mannschaften anfeuerten. Keiner ging früher nach Hause, wie ich es aus Hamburg kenne.
Ich hatte mächtigen Spaß.

Es war wirklich nett von Naomi mit mir zum Fussball zu gehen, da sie sich damit ja eigentlich nicht anfreunden kann!