Hallo,
ich hoffe, ihr hattet alle schoene Weihnachten!!!!?
Dann will ich meinen Blog nochmals aktualisieren und erzaehlen, wie es mir so die letzten Tage ergangen ist!
Am Sonntag den 21.12. war dann leider der Abschied von Tokyo.
Naomi hatte zwischenzeitlich alle ihre Sachen gepackt, die mit nach Deutschland sollen, und von einem Gepaeckservice abholen lassen. Sie werden verschifft und kommen dann irgendwann im Januar in Hamburg an.
Die restlichen Dinge, wie Moebel oder Elektrogeraete (Waschmaschine oder Kuehlschrank) schenkten wir Naomis Onkel und Tante, die sie fuer ihre Kinder verwenden koennen, denn dort steht wohl auch bald ein Auszug an!
Somit putzten wir nur das Haus etwas und machten dann die problemlose Schluesseluebergabe.
Dann hatten wir noch ein letztes mal "Running-Sushi" zum Mittag!
Netterweise brachten sie uns sogar noch zum Tokyo-Hauptbahnhof, zum Shinkansen, und dann ging es in 3 Stunden nach Kyoto!
Ja, meine letzten 2 Wochen verbringe ich mit Naomis Familie in ihrem Elternhaus in Osaka.
Dazu koennte man auch nochmal meinen Blogeintrag vom 18.08. lesen!!!
Mit Osaka gibt es eine Staedtepartnerschaft mit Hamburg und in
Osaka gibt es auch ein deutsches Konsulat.
Es gibt also eine gute Beziehung zu Deutschland und deswegen gibt es in Osaka auch den "Osaka Weihnachtsmarkt"!!!
Cool oder?
Da mussten wir natuerlich auch hingehen, denn die vorweihnachtlichen Weihnachtsmaerkte fehlten uns sehr!
Mit Naomis Mama hatten wir dort eine Menge Spass.
Es waren eine ganze Menge Buden, zum Teil auch mit deutschem Personal, aufgebaut. Ich war ganz erstaunt.
Man konnte Weihnachtskarussel fahren oder jede Menge Weihnachtskunstwerk kaufen.
Wir haben eine Thueringer Bratwurst und Schmalzgebaeck gegessen. Danach dann noch einen Gluehwein getrunken und gebrannte Mandeln gegessen.
Es war auch knackig kalt dazu.
Wunderbar, es war wie auf dem Weihnachtsmarkt in Deutschland!
Dann kam der Heiligabend.
Wie ihr euch sicherlich denken koennt, gibt es in Japan nur wenige Christen und deswegen spielt Weihnachten nur eine Rolle fuer den Kommerz, also den Verkauf von Weinachtsdeko-artikeln, Weihnachtstorten und Weihnachtshaehnchen, als besonderes Weihnachtsessen. Torte und Haehnchen sind ein echt grosses Geschaeft, was man schon Wochen vorher vorbestellen muss.
Warum es Weihnachten gibt, wissen die meissten nicht und auch
der Staat nimmt natuerlich keine Ruecksicht darauf.
Es gibt also keine Weihnachtsfeiertage, es sind normale Arbeitstage!
Dazu muss man aber sagen, dass der Jahreswechsel einen hohen Stellenwert hat und viele Firmen dafuer die letzte Woche um den Jahreswechsel allen Mitarbeitern freigeben. Auch nicht schlecht.
Es kam also leider keine richtige Weihnachtsstimmung auf.
Hmmm, das habe ich schon etwas vermisst.
Wir hatten zwar etwas Weihnachtsmusik, aber keinen Tannenbaum oder Weihnachtsplaetzchen.
Am Heiligabend hatten wir also ein leckeres Weihnachstessen mit Haehnchen, Salat und Temaki (groesseren Sushi-Rolls) uns spaeter einer Weihnachtstorte als Nachspeise.
Es war schon sehr nett mit Naomis Eltern, aber irgendwie doch anders.
Ich wollte aber auch gerne zur Kirche gehen.
Am Heiligabend passte es leider zeitlich nicht, da wir ja auf dem Lande wohnen und die Anfahrt zur Kirche seine Zeit braucht und es auch das Abendessen um 18 Uhr gab.
Somit gingen wir aber am 1. Weihnachtstag morgens in eine christliche Kirche, St Agnes' Episcopal Church, in Kyoto.
Die Messe war natuerlich in Englisch, aber ich genoss es sehr etwas Weihnachtsstimmung mit Liedern und Texten aus der Bibel zu erfahren.
Naomi fuehlte sich dort etwas unwohl, da wir nur ca. 20 Leute in der Kirche waren und man so schnell im Mittelpunkt stand, aber es war herrlich.
Das war das Weihnachten hier und jetzt freue ich mich schon wieder auf das naechste Weihnachten in Deutschland!
Ansonsten haben wir die Tage hier damit verbracht, Naomis Dokumente zusammenzusammeln, die sie fuer unsere Hochzeit in Deutschland benoetigt!
Wir waren also bei verschiedenen Aemtern, haben die Dokumente ins deutsche uebersetzen lassen und vom deutschen Konsulat beglaubigen lassen.
Alles in Allem ging es sehr viel schneller und war es einfacher, als wir geglaubt hatten und wir waren in einer Woche damit fertig!!!
Super!!!
Zwischendurch gab es dann mal leckere Snacks.
Hier mein Lieblingsnack, "Takoyaki", diese Oktopusbaellchen sind einfach klasse!
Oder wir machten einen Spaziergang durch die Felder in der Nachbarschaft! Die Reisfelder liegen natuerlich brach, aber ansonsten ist noch viel Gemuese, wie Kohl, Broccoli, Lauch oder so
frisch auf den Feldern!
So, dann schauen wir mal, wie Silvester und Neujahr wird!
Da ist dann mit dem Massen zum Schrein oder Tempel gehen angesagt!
30.12. Abschied aus Tokyo und Weihnachten in Osaka
18.12. Tsukiji, Sushi und BBQ
An Magnus letzten Tag in Japan wollten wir auf den Tsukiji Fischmarkt gehen.
Es ist der größte Fischmarkt der Welt!
Die Auktionen für die dicken, bis 300 kg, schweren Thunfische ist allerdings schon sehr früh am Morgen, das war für uns nicht drin.
Wir konnten aber den Besuch des Fischmarktes sehr gut damit verbinden, einmal richtig die Rush hour Tokyos zu erleben.
Das war eine gute Idee.
Wir fuhren also so gegen 8 Uhr mit der Tozai-Line, die eine der S-Bahnlinien mit richtig hohem "Quetschgrad" ist, los.
Am Anfang wirkte alles noch sehr human, aber je dichter wir an Tokyo herankamen, um so mehr Leute stiegen ein.
Wir standen auch noch bei den Türen und da wird natürlich am meisten gequetscht.
Es wurde echt unglaublich.
Es war schlimmer, als wenn ein HSV-Spiel zu Ende ist.
Die Bahn war voll, aber es wurde eifrig weiter reingequetscht.
Hier kamen die berühmten "Drücker" ins Spiel.
Es sind Angestellte von der Bahn, die die Leute noch weiterreindrücken, damit noch mehr Leute mitkommen. Außerdem helfen sie dann die Türen zu schliessen, denn, wenn noch ein Bein oder eine Tasche rausguckt, wird das einfach reingedrückt und die Tür zugedrückt.
Ich hatte wirklich Angst die kleinen Japaner zu zerdrücken.
Es war wahrhaftig ein interessantes Erlebnis.
Fotos konnten wir da schlecht machen, aber guckt euch mal Videos dazu unter "Youtube" an,
z.B. http://de.youtube.com/watch?v=gmzIV8ZinW0 !!!
Ist das nicht verrückt? So möchte ich nicht "jeden" Tag zur Arbeit fahren.
Für die Japaner war es aber total normal. Keiner beschwerte sich, sondern viele versuchten im stehen, an des anderen Rücken oder Schulter zu schlafen! Hahahaha.
Puh, dann bummlten wir also durch die Hallen vom Fischmarkt.
Es war schon nicht mehr so viel los.
Ein paar dicke, schon tiefgefrorene, Thunfische wurden noch zersägt oder sonstige Fische und Meeresfrüchte wurden noch angeboten.
Natürlich viele Tintenfische mit den appetitlichen Saugnäpfen!!!
Hmmm.
Danach gingen wir in eines der umliegenden Sushi-Restaurants!
Logischerweise gibt es hier den frischesten Sushi der Stadt, der
nicht ganz billig ist, den wir aber auch einmal zum "2. Frühstück" ausprobieren mussten!!!
Wir saßen also am Tresen und bestellten einen besonderen Sushi-Teller des Tages!
Sieht das nicht lecker aus?
Richtig, es gibt hier hauptsächlich Nigiri (Reis mit einem Stück rohen Fisch darauf) und nicht diese Maki-Sushi, diese Seetangrollen, die es in Deutschland hauptsächlich gibt!
Die Nigiri sind auch viel leckerer!
Oh, das war richtig toll!!!!
Am Vortag waren wir noch ein wenig in Tokyo unterwegs gewesen. Unter anderem sind wir im Meiji-Schrein gewesen (s. auch Blogeintrag vom 30.09.).
Ist Magnus nicht niedlich klein in diesem riesigen Torii?
Es ist 12m hoch und damit das größte Holz-Torii Japans!!!
Dann war schon der letzte Abend von Magnus und es gab noch einmal ein besonders Abendessen.
Wir gingen in ein Restaurant, wo man direkt am Tisch mit einem integrierten Tischgrill sein Fleisch grillt!
Ist das nichts?
In diesen Restaurants ist es immer sehr verraucht, da ja innen gegrillt wird, aber es ist schon etwas sehr leckeres.
Wir bekamen sogar diese großen Servietten, damit wir uns nicht noch vollkleckerten.
Und dann gab es verschiedenste Sorten von Fleisch.
Besonders hervorheben möchte ich da Kuhzunge und wir aßen auch rohe Leber!!!
Ob das so jedermanns Sache ist?
Uns hat es aufjedenfall toll gemundet.
Nun waren aber Magnus 2,5 Wochen auch schon wieder rum.
Schade, schade, aber wir hatten eine tolle Zeit, wie ihr lesen konntet.
Damit sind auch meine letzten Wochen bis zum Jahresende in Japan angebrochen.
Oh mannoman!
17.12. Kamakura
An einem herrlichen Sonntag machten wir einen Ausflug nach Kamakura.
(siehe zu Kamakura auch den Blogeintrag vom 20.08.!).
Wir guckten uns ein paar der schönsten Tempel und Schreine an.
Zuerst den Daibutsu, den "Great Buddha of Kamakura" !
Der Buddha steht dort seit 1252 und ist aus Bronze gegossen. Er stand mal in einer Halle, die aber Ende des 15. Jahrhunderts von einem Tsunami weggerissen wurde.
Der Buddha ist stolze 13,5m hoch und damit der 2. größte Japans, der Größte steht in Nara!
Es war toller warmer Herbsttag, dass man fast vergessen konnte, dass es schon fast Winter ist und dazu mussten wir natürlich wieder ein Softeis essen. Diesesmal probierten wir eine besondere Mischung von den Geschmacksrichtungen Süßkartoffel und grüner Tee!!! Joah, nicht schlecht.
Das rote Torii ist der Eingang zum bedeutendsten Schrein Kamakuras, dem Tsurugaoka Hachimangu.
Der Schrein wurde 1063 gegründet.
Eigentlich hatten wir gehofft auch hier die wunderbar rötlichen Herbstfarben bewundern zu können, aber dafür war es hier nun wieder ein wenig zu früh, nachdem wir in Nikko ja etwas zu spät waren.
Tja, an unserem Timing arbeiten wir noch ein wenig!!!
16.12. Ginza, Jumbo-Lotto
Den nächsten Samstag gingen wir nach Ginza.
Ginza ist als Hauptgeschäfts- und Vergnügungsviertel Tokyos bekannt.
Wir wollten Lottotickets kaufen, denn am Jahresende gibt es eine der riesen Jumbo-Lottoziehungen in Japan.
Es ist eine der größten Lottoveranstaltungen der Welt mit dem 30. Jubiläum diesesmal.
Es gibt die größte Anzahl von Gewinnen und besonders an hohen Gewinnen in der Welt.
Diesesmal 70mal 1,6 Mio €, 140mal 800.000 € und 7.000mal 8.000 €!
Da muss man doch einfach mitmachen.
Ein Ticket kostet allerdings 2,5 €!
In Ginza gibt es einen besonderen Ticketverkaufsstand, der bekannt dafür ist, Tickets von hohen Gewinnen zu verkaufen.
Es ist zwar lächerlich, denn dort werden besonders viele Tickets verkauft und dadurch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch ein Hauptgewinn dabei ist, aber die Leute glauben daran, dass ihr Glück zu gewinnen dort höher ist und so gibt es dort immer einen enormen Ansturm auf die Tickets.
Auch wir versuchen dort unser Glück, wo wir schon mal in Tokyo sind. Hehehehe.
Naomi stellte sich also für uns in die Schlange und mussten "eine Stunde" warten bis sie für uns
2 Pakete von Zehnertickets, also 20 Lottotickets, kaufen konnte.
Na dann hoffen wir mal auf unser Glück!!!!
Am 31.12. ist die Ziehung!!!!!
Hier rechts ist ein Bild von anderen kleinen Lottoverkaufsstellen, die es in der Nähe dieser Besonderen gibt.
Es gibt keine Schlangen und die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ist die selbe, aber Keinen interessiert es. Hahahaha.
Naja, mal schauen, wir sind ja auch dabei, ob wir Glück bei dieser besonderen Verkaufsstelle haben!!!!
Dann noch ein cooles Plakat aus der S-Bahn.
Ist das nicht lustig, man soll sich doch bitte zu Hause betrinken?
Es ist nämlich ziemlich gang und gäbe nach der Arbeit mit dem Chef und Arbeitskollegen Essen und Trinken zu gehen.
Es ist quasi ein Zwang, wenn der Chef das mit Einem will, dann hat man keine Wahl und kann nicht Nein-sagen und dann wird meisstens ziemlich viel getrunken und das ziemlich oft.
Nicht nur einmal im Jahr, sondern wöchentlich, kein Wunder, dass Japaner wenig Zeit für die Familie haben oder?
Naja, aber bitte nicht zu exzessiv bitte!!!!
16.12. Karaoke
Japaner lieben auch Karaoke.
In jedem Stadtteil größerer Städte gibt es große Karaokegebäude.
Es sind ganze Hochhäuse, wo Karaoke in privaten Räumen angeboten wird.
Also nicht öffentlich auf einer Bühne und so ganz anders als wir es in Deutschland kennen.
Man muss sich das so vorstellen,
als wenn man ein Zimmer bucht.
Man zahlt pro Person und verbindet dieses meisstens mit einer Getränke-Flatrate, ob nun mit Alkohol oder Ohne!
Dann hat man eine Couch, einen Fernseher, Mikrofone und eine riesige Auswahl an Titeln, die gesungen werden können.
Deutsche Titel sind natürlich nur sehr begrenzt, auf Nena und vielleicht Rammstein, vorhanden, aber es gibt alle englischen Titel.
Also nicht nur japanische Lieder.
Es ist ein riesen Spaß, was wir mit Magnus natürlich auch machen mussten.
Einmal sind wir sogar mit Naomis Tante, Onkel, Cousine und Cousin zum Karaoke gegangen.
Hahahaha, da hörten wir natürlich mehr japanische Songs!
Es war ein super lustig!
16.12. Yokohoma
Ein weiteren Ausflug machten wir, Magnus und ich, nach Yokohoma.
Meine Freundin Chihiro begleitete uns.
Yokohoma kennt man sicherlich als "den Hafen Tokyos".
Die Stadtgrenzen Tokyos und Yokohamas gehen auch so ineinander über, aber offiziell wird Yokohama als 2. größte Stadt Japans geführt.
Fragt man allerdings einen Japaner, wird der immer als 2. größte Stadt Osaka nennen, denn Yokohoma gehört doch irgendwie zu Tokyo.
Naja, es gibt dort eigentlich zwei interessante Sachen zu sehen.
Zum einen das größte China-Town Japans und eine tolle Skyline.
Als erstes gingen wir nach China-Town.
Es besteht hauptsächlich aus
chinesischen Restaurants, die oft überteuert sind, es reiht sich eines an das andere und alle bieten das gleiche an, und aus chinesischen Souvenirläden.
Die großen Eingangstore waren sehr imposant und die vielen roten Lampions strahlten ein besonderes asiatisches Flair aus.
Wir hatten ein leckeres chinesisches Mittag und gingen dann weiter ans Wasser.
Am Hafen hat man einen fantastischen Blick auf die tolle Skyline
Yokohamas.
Der Landmark Tower ist das höchste Gebäude Japans mit 296m und hat auch die schnellsten Fahrstühle mit bis zu 45 km/h!!!
Puh, wir stützen ihn mal ein bisschen!!! :-)
Mit zur Skyline gehört ein riesiges Riesenrad, dass "Cosmo Clock 21"! Es ist ein Markenzeichen Yokohomas und ist mit 112,5 m als die größte Uhr der Welt bekannt!!!
Aha !!!
Yokohama ist auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel, um ein Date zu haben.
Man kann hier wirklich einen schönen Spaziergang am Wasser entlang machen, mit dem Riesenrad fahren und in China-Town essen.
Darauf stehen Japaner!!!
Naja bei uns war das jetzt nicht angesagt, aber es war trotzdem schön.
13.12. Ginko, Baseball und Shinjuku-gyoen
Mal wieder an einem herrlich sonnigen Tag machten Magnus und ich uns zu einem Ginko-Strassenfestival in Tokyo auf.
Es ist sehr populär, weil es eine Strasse mit vielen herrlich leuchtend-gelben Ginkobäumen ist.
Okay, wir waren nicht zu sehr beeindruckt, aber Japaner sind für so etwas leicht zu gewinnen!
Wir hatten dort in der Nähe wieder ein herrliches Mittagessen mit Betriebssportunterhaltung eines Softballspiels! Hahaha, sehr cool!
Danach gingen wir dann selber in eine sogenannte "Batting hall"!!!
Ihr wisst ja, für Golfer gibt es Driving-Ranges an jeder Ecke, um seinen Abschlag zu üben und so gibt es für Baseballfans oder Baseballspieler diese "Schlaghallen", um Baseballschläge zu üben. Übrigens gibt es dort auch extra Hallen für Pitcher (Baseballwerfer), wo man auf eine Wand wirft und gezielt Nummern auswerfen muss.
Wir versuchten uns also im Schlagen eines Baseballs.
Man kann zwischen verschiedenen Schlagplätzen wählen, von welcher Seite man schlagen will, also ob das linke oder rechte Bein vorne steht, in welchem Winkel der Ball geflogen kommt und mit welcher
Geschwindigkeit. Mit welcher Geschwindigkeit? Ja genau, und das Langsamste ist da 70 kmh und das Schnellste 140kmh. Ich glaube, wir nahmen 80kmh.
Krass oder?
Es ist sehr cool gemacht. Man fühlt sich wie in einem Baseballstadion und steht einem Videoscreen gegenüber auf dem der Ballwerfer (Pitcher) in seinem Bewegungsablauf gezeigt wird und man so in etwa ein Gefühl dafür bekommt, wann der Ball geflogen kommt.
Wir versuchten also jeder 20 Bälle zu treffen. Versuchten!!!!
Es ist für ein Anfänger echt schwierig, die rasend schnellen Bälle zu treffen und 20 Bälle sind echt viel. Außerdem hat man nicht viel Pause zwischen den einzelnen Bällen. Am Ende werden die Arme schon etwas schwer und die Hände schmerzen. Nicht wahr Magnus? Hahahaha.
Es war aufjedenfall sehr interessant und hat Spaß gemacht.
Wir gingen weiter in Richtung Shinjuku und kamen durch den Shinjuku-gyoen, dem größten Feudalpark Tokyos.
Man hatte einen tollen Blick auf die Skyline Shinjukus!!!
Wir machten eine weitere Runde durch Shinjuku (s. Blogeintrag vom 28.10.)und wieder war ein schöner Tag in Tokyo vorüber.
Dann will ich noch von einer unglaublichen Kneipe in Funabashi erzählen. Funabashi ist die nächstgrößere Stadt von unserem Zuhause.
Es gibt dort eine deutsche Gastwirtschaft mit dem Namen "Danke Schön".
Vor der Tür hängt die deutsche Fahne und es klingt deutsche Volksmusik
aus einem Lautsprecher. Es ist echt unglaublich.
Der Inhaber dieser kleinen Kneipe spricht aber leider kein deutsch, aber es gibt verschiedene deutsche Biere, auch vom Fass, und deutsche Gerichte, wie Würstchen mit Kartoffelsalat, Eisbein oder ähnliches zu horrenden Preisen.
Deutsche Restaurants sind in Japan unglaublich teuer und es gibt nur super kleine Portionen, aber so ist es halt im Ausland.
Immerhin gibt es so etwas. Schön, schön.
12.12. Nikko (3.Tag)
Am 3. Tag haben wir noch die Nikko Tamozawa Imperial Villa besichtigt.
Sie wurde von der kaiserlichen Familie zwischen 1899 und 1947 genutzt und dann später zum Museum umgewandelt.
Die Villa ist ein riesiger Gebäudekomplex aus Holz.
Schön im traditionellen japanischen Stil!
Es war zwar sonnig, aber dazu eisig kalt, aber wir gönnten uns trotzdem ein Softeis. Softeis ist in
Japan auch sehr beliebt!
Dann ging es schon wieder auf den Rückweg nach Tokyo.
Wir machten noch einen Schlenkerin eine Stadt, die berühmt für Gyoza (chinesische Teigtaschen) ist. (s. auf dem Menü oben links)
Oh, die sind super lecker!
Danach stinkt man so schön nach Knoblauch!!!
11.12. Nikko (2. Tag)
Am 2. Tag hatten wir ein frühes Frühstück, so gegen 7.30 Uhr, um schnell losfahren zu können.
Es war ja ein langes Wochenende und so "ganz Tokyo" auf Urlaub in Nikko und wir hatten nur von Horrorgeschichten gehört, dass Leute stundenlang im Stau standen, um überhaupt einen Parkplatz zu bekommen und dann noch stundenlang anstanden, um die Tempel und Schreine zu sehen.
Das wollten wir uns nicht antun und deswegen fuhren wir lieber früh los.
Das war auch die richtige Entscheidung. Wir bekamen einen guten Parkplatz und konnten entspannt die schönen alten Gebäude besichtigen und die Herbststimmung geniessen.
Man merkte aber, wie es stündlich in der Anlage voller wurde und dann, als wir Mittags weiterfuhren, sahen wir die Autoschlangen, die sich kilometerweit entlang der Strassen zu den Parkplätzen aufreihten. Puh.
Nun also kurz zu der Geschichte Nikkos.
Hier im Nordosten Tokyos wurde die Grablegung des ersten Tokugawa-Shogun Ieyasu vollzogen (1617). Ieyasu war einer der größten Shogune Japans. Er wählte Nikko dafür, um seinen Clan in Tokyo vor Bösen Geistern aus dieser Richtung zu schützen.
Es gab hier schon Tempel und Schreine, aber somit wurde dann noch ein ganz besonderer zu seiner Ehren errichtet.
Das erste Bild oben links ist der Rinno-ji, ein Tempel der Tendai-Schule des Buddhismus von 1200.
Dann ging es auf einer großen, von mächtigen Zedern gesäumten Allee (s. 2. Bild) weiter in Richtung Tosho-gu, dem Hauptschrein. Erst durch ein großes Stein-Torii (Tor zum Schrein) und dann noch Eines bis man auf dem ersten Schreinhof gelangt.
Dort stehen buntverzierte Gebäude, z.B. auch mit diesen interessanten Bildern von Tieren. Ist das rechts eine Art Elefant?
Hier gab es auch einen Stall für das heilige Pferd, welcher nicht buntbemalt war. Auf seiner Außenwand befindet sich aber das
Schnitzwerk mit den drei berühmten Affen, die sich Mund, Ohren und Augen zuhalten. Sie sind das Urbild zahlreicher Nachschöpfungen dieses Symbols buddhistischer Tugenden: nichts Böses sprechen, nichts Böses hören, nichts Böses sehen!
Dieses Bild ist eingebettet in eine Reihe von Schnitzereien, die eine Geschichte erzählen.
Von dort kann man hinaufschauen zum berühmtesten Gebäude Nikkos, dem Yomei-mon (Traumtor).
Es ist überreich mit Figuren, Goldblatt, Farben und Formen verziert. Es wirkt einfach total überladen, aber das sollte auch der Sinn sein.
Das war eine Demonstration von Macht und wirklich sehr imponierend.
Wir waren total erstaunt.
Viele Shintoistische-Gläubige finden, dass zu pompös ist, wofür der Shintoismus eigentlich nicht steht und lehnen den Schrein deswegen ab.
Für uns als neutrale, war es aufjedenfall sehr schön anzuschauen.
Wir gingen dann noch zu anderen kleineren Tempeln und Schreinen
in der
Nachbarschaft.
Unter
anderem den Futarasan-jinja, der zu Ehren der Gottheit des Berges Nantai (2.484m) erbaut wurde.
Dann gab es auch eine kleine Rast mit heisser Amasake. Hmmm, lecker! Amazake, ist ein süßes Reisgetränk, das übrigbleibt, wenn Sake gebrannt wird!
Mittags machten wir uns dann also wieder davon aus dem Trubel,
um zum Chuzenji-ko (See) hochzufahren.
Der See liegt auf 1.271m und hat eine berühmte Strasse in Japan, die sich in 50 atemberaubenden Haarnadelkurven hinaufwindet. Sie ist nämlich sehr beliebt bei Autofans, bei sogenannten Driftern, die um diese Kurven schlittern!!!
Zur Sicherheit wurden dort zwei solcher Strassen gebaut, die jeweils als Einbahnstrasse hinauf und hinunter führen und so werden Unfälle vermieden! Sehr praktisch.
Hier sahen wir dann in den Bergen auch wilde Berberaffen!!!
Als wir dann am See angekommen waren, war es immer noch tolles Sonnenwetter, alerdings wehte auch ein frischer Wind.
Wir hatten ein super leckeres Mittag mit Forellen aus dem See.

Belgien, Frankreich und Großbritannien sind dort vertreten.
Unser Ziel war aber die italienische Sommeresidenz, die mittlerweile nicht mehr genutzt wird, aber als Museum erhalten wird.
Wow, wie herrlich.
Da kann man sich wirklich gut vom Stress in Tokyo erholen.Wirklich sehr schön.
Wir konnten uns dort auch gut aufwärmen und einen heissen Tee trinken, bevor die Sonne unterging und wir uns auf den Rückweg machten.
Zuhause in unserem Ryokan wartete schon ein heisses Bad auf uns !!!

